Depressionen

Was hilft bei einer Depression?

Voraussetzung für Wechsel und Veränderung in der Beratung und Therapie bei Depressionen ist die Zeit. Damit Austausch und Veränderung für depressive Personen ihre Wirkung entfalten können, braucht es Zeit. Zeit gibt dem Leben seinen Rahmen.

Damit Austausch und Beziehung möglich wird, braucht es Kontakt und Offenheit. Dadurch entsteht etwas: diese Verbindung enthebt den anderen oder mich selbst der Gleichgültigkeit. Sobald Beziehung da ist, geht es nicht mehr nur um einen selbst. Offener Kontakt führt zu Nähe und Beziehung.

Durch das Zulassen und durch das Aufnehmen der Wirkung in sich selbst entsteht eine weitere Voraussetzung für die Entfaltung von Leben: Nähe. Durch Nähe erhält unser Leben seine volle Gefühlsqualität. Durch Nähe kommen wir an die Quelle der Werte und an die Lust des Lebens. Erlebender Austausch mit dem Dasein in der Welt ist emotional und wird durch sie zur „Leidenschaft“.

Was ist Depression?

Wenn wir über Depression nachdenken und in der Behandlung von Depressionen kommen wir früher oder später auf die Beziehung des Menschen zum Leben. Nicht immer einfach: wie Beziehungen eben sein können.

Depression ist also kurz gesagt eine „komplizierte Beziehung zum Leben“. Das Wesen des Lebens ist die Fähigkeit, eine Beziehung und Nähe zum Dasein aufzunehmen und zu halten. Gelingt das nicht, können Symptome und Anzeichen für Depression auftauchen, wie anhaltende Sehnsucht, Belastung und Kälte. Angst und Depression begleiten einander dabei nicht selten.

Warum wird man depressiv?

Depression wird in der Existenzanalyse verstanden als eine Störung des Bezugs zum Leben. Die Existenzanalyse sieht das Leiden der Depression darin, dass der Wert, den das Leben hat, nicht gefühlt und gelebt werden kann.

Die Trennung der Person von erwärmenden – kräftigenden – bewegenden Lebenswerten ist mit mangelhaften Beziehungen zu Werten des alltäglichen Lebens verbunden. Schutzreaktionen (Rückzugs- oder Leistungsverhalten) setzen ein.